Pläne der Dieter Schwarz Stiftung illustriert

Energieschub für die Wissensstadt Heilbronn

»Erfolg schafft Erfolg.« An kaum einer Stelle bewahrheitet sich diese Lebensweisheit so wie bei den Projekten der Dieter Schwarz Stiftung. Bereits kurze Zeit nach ihrer Eröffnung stoßen die experimenta, die Heilbronner Außenstelle der DHBW Mosbach und die aim an ihre Kapazitätsgrenzen. Und so harren neue Pläne der Stiftung zur Erweiterung dieser drei Bildungsinstitutionen ihrer Umsetzung.

experimenta Heilbronn

Die experimenta hatte in den Jahren seit ihrer Eröffnung im November 2009 deutlich mehr Besucher als erwartet. Bisher durfte das Science Center insgesamt 570.000 Besucher begrüßen. Pro Jahr sind dies  zwischen 170.000 und 180.000 Gäste. Die Erwartungen lagen bei ca. 100.000 Besuchern pro Jahr. Um die Anziehungskraft dieses weit über die Region ausstrahlenden Besuchermagneten noch auszubauen, hat die Dieter Schwarz Stiftung Großes vor. Nichts weniger als der Aufstieg in die Champions League der europäischen Science Center ist das Ziel. Der Standort der experimenta – die Neckarinsel im Herzen Heilbronns – soll zur Wissensinsel gemacht werden. Zudem wird die experimenta mit ihrem Neubau die Stadt Heilbronn um einen architektonischen Leuchtturm bereichern.

Durch diesen Neubau mit interaktiven Themenwelten aus Naturwissenschaft und Technik verdoppelt sich nahezu die Ausstellungsfläche. Die experimenta wird dazu noch weitere, exzellent ausgestattete Labore erhalten und ihr Fortbildungsangebot für Pädagogen ausbauen. Das Novum in der Laborlandschaft ist dabei die Biosphäre. Ein absolutes Highlight wird der Science-Dome sein, ein multifunktionaler Kuppelbau für audiovisuelles Lernen. Experimentalshows, dreidimensionale Bilderwelten, Sternenprojektion und klassisches Wissenschaftstheater werden dort zu erleben sein.

Internationaler Architekturwettbewerb

Bereits im Januar startete die Dieter Schwarz Stiftung einen umfangreichen Architekturwettbewerb. Unter den 24 angesprochenen Büros befinden sich sehr renommierte, international namhafte Architekten. Trotz eines strengen Zeitplans möchte die Stiftung den teilnehmenden Architekturbüros genügend Zeit für die Planung geben. Die erste Phase des Wettbewerbs soll im Juni 2013 abgeschlossen sein. Danach wird die Stiftung mit ca. 10 Büros in einen intensiveren Dialog treten. Baubeginn für den Neubau der experimenta soll 2014 sein. Die ersten Besucher sollen im Jahr 2016 auf der neuen Wissensinsel begrüßt werden.

DHBW und aim

Zukünftig wird der neue Studiengang »Foodmanagement« der DHBW das Angebot auf dem Bildungscampus der Dieter Schwarz Stiftung erweitern. Zusammen mit den beiden bereits laufenden Studiengängen wird die DHBW dann statt 1.000 an die 1.500 Studenten im dualen Studium ausbilden. Um diesem Wachstum gerecht zu werden, plant die Dieter Schwarz Stiftung das Gebäude der aim auf dem Bildungscampus der DHBW zu übergeben. Für die aim errichtet die Stiftung ein neues Haus jenseits des Bahndamms. Auch die aim hat bei ihren Veranstaltungen mit 53.000 Teilnehmern pro Jahr die Erwartungen mehr als erfüllt. Aus diesem Grund wird das neue Gebäude der aim um 1.000 Quadratmeter vergrößert.

Bildungscampus

Um dem Zustrom hungriger Studenten gerecht zu werden, den auch die Studenten des Innenstadtcampus der Hochschule Heilbronn verstärken, wird die Fläche der Mensa des Bildungscampus erweitert. In der bisherigen Aula im Forumgebäude kann man dann ein reichhaltiges Mittagessen genießen. Der Neubau der Aula ist ebenfalls jenseits der Bahnlinie geplant. Trotz der räumlichen Trennung durch die Bahngleise wird der Bildungscampus auch zukünftig ein Gebäudeensemble aus einem Guss sein. Beide Bereiche des Campus werden durch eine Unterführung miteinander verbunden. Die neue Aula, das neue Gebäude der aim und die Unterführung sollen im Jahr 2016 eröffnet werden.

Masterplan Wissens- und Hochschulstadt Heilbronn

Die Stiftung bemüht sich über den Ausbau des Bildungscampus hinaus mit der Stadt Heilbronn und der Landesregierung, den »Masterplan Wissens- und Hochschulstadt Heilbronn« zu konkretisieren und umzusetzen. Sie sieht darin die Chance, Heilbronn auf dem Weg zu einer echten Hochschulstadt voran zu bringen und das Stadtbild zu verbessern.


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