v.l.n.r.: Ulrich Roos, Didaktischer Koordinator; Renate Parusel, Projektmanagerin Talent Company; Ralf Haug, Direktor IGS Landau; Hans Jürgen Wurtz-Linz, Stufenleitung Klassen 9/10 Berufskoordination der IGS

Öffnung der Strahlemann® Talent Company an der IGS Landau

Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen

 

Am Mittwoch, den 09.12.20 sollte die Strahlemann Talent Company an der Integrierten Gesamtschule Landau feierlich mit Beiträgen der Schülerinnen und Schüler sowie Ansprachen der Projektbeteiligten eröffnet werden. Corona-bedingt musste die Veranstaltung jedoch im kleinstmöglichen Rahmen erfolgen, ohne Beteiligung der Schülerinnen und Schüler. Eine größere Feier ist für das Frühjahr 2021 angedacht. Die Kinder und Jugendlichen profitieren dennoch, denn ab sofort steht ihnen mit der Talent Company ein Fachraum für Berufsorientierung zur Verfügung. Es soll zudem eine stärkere Vernetzung zwischen der Schule und regionalen Ausbildungsbetrieben stattfinden.

Ralf Haug, Schulleiter der IGS Landau, ist von dem Projekt absolut überzeugt: „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen“, dieser schon häufig zitierte Satz hat im Zusammenhang mit dem großartigen Projekt „Talent Company“ eine besondere Bedeutung. Dieser Raum wird zum Mittel- und Anziehungspunkt für die Berufs- und Studienwahl an unserer Schule werden, ein Ort, am dem alles zusammenkommt, an dem man sich treffen wird und immer jemanden findet, der mit Rat und Tat zur Seite steht. Was gibt es Schöneres als Jugendlichen zu helfen eine Perspektive zu entwickeln?“

Die Talent Company ist modern und farbenfroh eingerichtet, mit internetfähigen PCs, weiterer Präsentationstechnik, einem Arbeitsbereich und einer Lounge-Ecke. Über Workshops und Informationsveranstaltungen kooperierender Ausbildungsbetriebe erhalten die Schülerinnen und Schüler Informationen aus erster Hand. Hansjürgen Wurtz-Linz, Stufenleitung Klassen 9/10 Berufskoordination der IGS Landau, sieht die Talent Company als „dringend benötigtes Begegnungszentrum“ und als „weiteren Baustein für das Berufs- und Lebensorientierungskonzept der Schule“. Den persönlichen Kontakt zwischen Jugendlichen und Unternehmen findet er daher ungeheuer wichtig, denn durch die Begegnung würden „eventuelle Hemmschwellen schnell überwunden“. Auch Ulrich Roos, Didaktischer Koordinator und zweiter Stellvertreter des Schulleiters, freut sich über das „Upgrade“, dass zukünftig nicht nur die Schülerinnen und Schüler nach draußen gehen, um Berufe vor Ort zu erleben, sondern auch Berufsexpertinnen und -experten im Haus sein werden: „Die Talent Company wird, so hoffe ich, zum Dreh- und Angelpunkt für Austausch, Begegnung und Diskussionen für Lernende, Lehrende und Fachleute aus der Berufswelt.“

Unternehmen können außerdem ihre Ausbildungsmöglichkeiten dauerhaft an einer sog. „Job Wall“ präsentieren. Die Schramm KG aus Landau entschied sich schon während der ersten Infoveranstaltung dafür, sich an der Job Wall der Talent Company zu engagieren, weitere Job Wall Partnerinnen und Partner, die diese Möglichkeit nutzten und die Schülerinnen und Schüler bei der Berufsorientierung unterstützen, sind Hornbach Baumarkt AG aus Bornheim, Stadler + Schaaf Mess- und Regeltechnik GmbH aus Offenbach, Siemens AG aus Karlsruhe und das Vermessungs- und Katasteramt Rheinpfalz  aus Landau.. Ein digitaler „Runder Tisch“ für alle Job Wall Partnerinnen und Partner wird am 28.01.20 um 14:00 Uhr stattfinden. Unternehmen, die Interesse an einer Kooperation haben und an dem Termin teilnehmen möchten, können sich mit der Strahlemann-Stiftung in Verbindung setzen.

Die Strahlemann-Stiftung aus Heppenheim/Südhessen setzt sich seit 2008 mit ihrem Talent Company Projekt für eine frühzeitige, nachhaltige und praxisorientierte Berufsorientierung an deutschen Schulen ein. 47 der Fachräume wurden bereits bundesweit eröffnet, 7 davon in Rheinland-Pfalz. Renate Parusel, Projektverantwortliche der Strahlemann-Stiftung, erklärt: Wir freuen uns sehr, dass wir ab sofort auch für die Schülerinnen und Schüler der IGS Landau unsere Erfahrung einbringen können, wenn es darum geht, Synergien mit der Wirtschaft zu bilden und den Jugendlichen einen Rahmen zu geben, der ihnen hilft, ihre Talente und Interessen zu entdecken.“ Franz-Josef Fischer, geschäftsführender Vorstandsvorsitzender der Strahlemann-Stiftung, ergänzt: „Freude beginnt, wo Kinder und Jugendliche glücklich sind. Dies ist unser Leitsatz. Bildung ist dabei der Schlüssel. Mit dem Talent Company Projekt möchten wir helfen, den Jugendlichen „das nötige Handwerkszeug“ für eine selbstbestimmte Zukunft an die Hand zu geben. Aber auch Ausbildungsbetriebe profitieren, denn sie können proaktiv dem Fachkräftemangel entgegenwirken.“

Ein Projekt wie das der Talent Company bedarf starker und weitsichtiger Partnerinnen und Partner aus der Wirtschaft und dem sozialen Bereich, die bereit sind, in die Zukunft der Jugendlichen und damit in den Nachwuchs von morgen zu investieren. Fördernde des Projekts sind die Stiftung Familie Simon, f-tronic GmbH, Hersteller im Bereich Elektroinstallationstechnik, die Dieter Schwarz Stiftung und Herr Gräf.

Für Achim S. Dawedeit, den Geschäftsführer der f-tronic GmbH ist insbesondere der mit dem Fachraum verbundene Digitalisierungsprozess wichtig: „Ohne Digitalisierung keine Zukunft!“, wie er sagt. Die Corona Krise zeigt für die f-tronic GmbH, dass Digitalisierung heute ein Muss in der Gesellschaft und in Unternehmen ist. Sie selbst ist schon seit zwei Jahren auf dem Weg zur 360 Grad Digitalisierung und unterstützt aus diesem Grund die digitale Ausstattung von Schulen, denn Digitalisierung findet im Kopf statt und kann nicht früh genug trainiert werden.“

Silke Lohmiller, Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung sieht das Talent Company Projekt als wichtigen Baustein für die berufliche Zukunft der Jugendlichen: „Die Vielzahl an Ausbildungsberufen und Studienfächern machen den jungen Menschen die Entscheidung bei der Berufswahl nicht gerade einfach. Deswegen ist besonders für Schüler/ -innen eine optimale Berufsorientierung von großer Bedeutung. Durch die Förderung der Talent Company möchten wir den Stellenwert der Berufswahl und -orientierung hervorheben und dazu beitragen, alle Beteiligten in diesem Prozess – Schüler/ -innen, Lehrkräfte, Schulsozialarbeiter, Ausbildungs- und Studienbotschafter sowie Ausbildungsbeauftragte der regionalen Unternehmen – zu unterstützen. Ziel ist, dass Jugendliche den richtigen Beruf finden.“

 

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