DHBW bestätigt künftige Leitung des Center for Advanced Studies

Der Aufsichtsrat der Dualen Hochschule Baden-Württemberg hat heute über die künftige Leitung des Center for Advanced Studies (CAS) entschieden. Mit dem ehemaligen Rektor der Universität Mannheim, Prof. em. Dr. Dr. hc. mult. Otto H. Jacobs, konnte ein international erfahrener und herausragender Kenner des Wissenschaftssystems als Gründungsdirektor gewonnen werden. Neben dem Direktor wurden auch die drei künftigen Dekane des CAS bestätigt.


Prof. Dr. Ruth Melzer-Ridinger wird Dekanin der Fakultät Wirtschaft, Prof. Dr. Joachim Frech Dekan der Fakultät Technik, und Prof Dr. Paul-Stefan Roß übernimmt dieses Amt für die Fakultät Sozialwesen. Die drei Dekane sind erfahrene Experten und alle seit vielen Jahren an der DHBW bzw. vormaligen Berufsakademie tätig. Mit ihrer Aufgabe als Studiengangsleiter sowie ihrem vielfältigen Engagement in zentralen Gremien der Hochschule haben sich Melzer-Ridinger, Frech und Roß insbesondere im Bereich der dualen Masterprogramme derDHBW profiliert und diesen maßgeblich mit aufgebaut. Die Leitung des Zentrums für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen (ZHL), das Teil des CAS sein wird, übernimmt Prof. Dr. Hans-Joachim Merk, der auch die Leitung der Vorgängerinstitution ZHP (Zentrum für Hochschuldidaktik und Personalentwicklung) in Heidenheim verantwortete. Auch auf Ebene der Administration konnte mit Siegfried Glier ein erfahrener und kompetenter Verwaltungsdirektorfür das CAS gewonnen werden.

Theresia Bauer, Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg und Vorsitzende des Aufsichtsrats der DHBW, betonte: »Mit Herrn Prof.Jacobs erhält das Center for Advanced Studies einen herausragenenden, renommierten Gründungsdirektor, der zudem noch ein überzeugter Vertreter des Prinzips des lebenslangen Lernens ist. Mit seinen vielfältigen Erfahrungen im universitären und außerhochschulischen Bereich ist er eine Idealbesetzung für die neue Mastereinrichtung. Mit Herrn Prof. Jacobs und der weiteren Führungsmannschaft, die bestens innerhalb der DHBW verwurzelt und vernetzt ist, sind damit sehr gute Startvoraussetzungen geschaffen.« Theresia Bauer ist es ein Anliegen, dass von der neuen Master-Einrichtung alle DHBW-Standorte des Landes profitieren. Die Ministerin: »Dies ist uns wichtig, weil dies die erfolgreiche Struktur der DHBW auch im Masterbereich aufgreift und weiterentwickelt.«

DHBW Präsident Prof. Reinhold R. Geilsdörfer gratulierte Prof. Jacobs und der weiteren Führungsmannschaft sehr herzlich zu ihren zukünftigen Ämtern: »Wir sind überzeugt, mit ihnen ein hervorragendes Team für die Führung des Center for Advanced Studies gewonnen zu haben“, so Geilsdörfer. „Die Gründung dieser Institution ist nicht zuletzt dank der großzügigen Förderung der Dieter Schwarz Stiftung möglich geworden, der wir zu sehr großem Dank verpflichtet sind.«

Auch der Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, Dr. Erhard Klotz, begrüßte die Besetzung des Führungsgremiums des CAS: »Bildung ist der Schlüssel und der wichtigste Rohstoff unserer Gesellschaft. Das CAS ist eine Einrichtung, die genau diesem Leitbild unserer Stiftung Rechnung tragen wird. Ich bin mir sicher, dass Prof. Jacobs und die weiteren Führungskräfte den Hochschulstandort Heilbronn mit ihrem Engagement weiter voranbringen werden.«


Weitere Informationen

Prof. em. Dr. Dr. hc. mult. Otto H. Jacobs
Prof. Jacobs, Jahrgang 1939, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Köln, der FU Berlin und der RWTH Aachen und wurde 1966 zum Dr. rer. pol. an der TH Aachen promoviert. Er habilitierte 1970 an der Universität Regensburg und wurde ein Jahr später an die Universität Mannheim berufen, wo er erst als Dekan der Fakultät für Betriebswirtschaftslehre und von 1988 bis 1994 als Rektor tätig war. Jacobs war darüber hinaus von 1990 bis 1992 Vorsitzender der Landesrektorenkonferenz Baden-Württemberg und hatte mehrere Gastprofessuren u. a. in Kanada, Österreich, und Wales inne. Er ist Gründer der Mannheim Business School gGmbH und war von 2005 bis 2008 Geschäftsführer dieser Einrichtung. In seiner Eigenschaft als Steuerberater war er auch in der Wirtschaft tätig. So ist er seit 1981 Mitglied des Aufsichtsrats der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst&Young GmbH und seit 1996 dessen Vorsitzender. Seit 1995 ist er zudem Vorsitzender des Vorstandes der Ernst&Young Stiftung.

Prof. Dr.-Ing. Joachim Frech
Prof. Frech, Jahrgang 1965, studierte Maschinenwesen an der Universität Stuttgart und wurde 1998 mit einer Arbeit zur kostengerechten Konstruktion zum Dr.-Ing. an der Universität Stuttgart promoviert. Bevor er im Jahr 2000 Gründungsstudiengangsleiter Wirtschaftsingenieurwesen an der damaligen Berufsakademie Stuttgart wurde, war er Leiter des Innovations-Zentrums und Senior Consultant am Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation.
Seit 2014 ist er Vorsitzender der Fachkommission Technik, dessen Geschäftsführung er seit 2007 innehatte. Darüber hinaus koordiniert er seit dem Jahr 2012 die Masterstudiengänge im Bereich Technik an der DHBW.

Siegfried Glier
Siegfried Glier, Jahrgang 1956, studierte an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Kehl und war danach zunächst als Sachbearbeiter im Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis tätig. Von 1985 bis 2014 war er Verwaltungsleiter bzw. Verwaltungsdirektor der damaligen Berufsakademie Mosbach und heutigen DHBW Mosbach. Seit dem 1. März 2014 ist er Verwaltungsdirektor des Center for Advanced Studies und verantwortet dort den Aufbau und die Leitung der Verwaltung.

Prof. Dr. Ruth Melzer-Ridinger
Prof. Melzer-Ridinger, Jahrgang 1956, studierte Betriebswirtschaftslehre an der Universität Mannheim und wurde 1984 zum Dr. rer. pol. am Lehrstuhl für Logistik und Verkehrsbetriebslehre promoviert.1988 wurde sie zur Professorin an der damaligen Berufsakademie berufen und war dort bis 2011 vor allem in der Fakultät Wirtschaft tätig. 2011 wurde sie Studiengangsleiterin im Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen. Melzer-Ridinger war von 1990 bis 2007 Gleichstellungsbeauftragte und ist seit 2009 gewählte Vertreterin der Professorinnen und Professoren im Senat der DHBW. Sie ist darüber hinaus auch als Senatssprecherin tätig.

Prof. Dr. Hans-Joachim Merk
Prof. Merk, Jahrgang 1953, studierte Wirtschafts- und Sozialwissenschaften an der Universität Augsburg und wurde 1980 zum Dr. rer. pol. promoviert. Merk baute Anfang der achtziger Jahre den Studiengang Handel zum größten Studiengang an der damaligen Berufsakademie Heidenheim auf und verantwortete auch den späteren Ausbau des Bereichs Wirtschaft als Bereichsleiter Wirtschaft sowie stellvertretender Direktor an der BA Heidenheim. Merk war maßgeblich an der Gründung und dem Ausbau des Steinbeis-Transferzentrums für Personal- und Unternehmensentwicklung beteiligt. Er baute erfolgreich das Zentrum für Hochschuldidaktik und Personalentwicklung (ZHP, heute ZHL) auf.

Prof. Dr. Paul-Stefan Roß
Prof. Roß, Jahrgang 1963, studierte Philosophie und Katholische Theologie an der Phil.-Theol. Hochschule St. Georgen in Frankfurt a. M. und der Eberhard-Karls-Universität Tübingen.
Des Weiteren absolvierte er ein Studium der Sozialarbeit und wurde 2009 zum Dr. rer. soc. in Sozial- und Verhaltenswissenschaften an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen promoviert. Roß war von 1996 bis 2005 Geschäftsführender Wissenschaftlicher Mitarbeiter des Zentrums für zivilgesellschaftliche Entwicklung an der Evangelischen Fachhochschule Freiburg. Seit 2005 ist er Professor an der damaligen Berufsakademie/heutigen DHBW Stuttgart. Seit 2008 hat er die Funktion des Studiengangsleiters inne und seit 2011 engagiert er sich als Wissenschaftlicher Leiter des Masterstudiengangs »Governance Sozialer Arbeit«.

Über das Center for Advanced Studies
Mit der Gründung des CAS (Center for Advanced Studies) in Heilbronn, das zum 1. Oktober 2014 die ersten Studierenden aufnehmen wird, bündelt die DHBW ihre dualen Masterstudienangebote unter einem Dach. Auch wissenschaftliche Weiterbildungsmöglichkeiten werden hier angeboten; darüber hinaus werden das Zentrum für Hochschuldidaktik und lebenslanges Lernen (ZHL) sowie das Testzentrum der DHBW (für Zugangs- und Eignungstests) in Zukunft dort ihren Sitz haben.

Das CAS ist eine Antwort auf die hohe Nachfrage nach Masterstudiengängen und die Forderungen der Wirtschaft – insbesondere der mittelständischen Unternehmen – nach einem Ausbau des Masterangebots sowie Möglichkeiten für eine Weiterqualifizierung. Dem soll z.B. mit dem Modell eines so genannten Kontaktstudiums Rechnung getragen werden, das Bachelorabsolventen der DHBW und anderer Hochschulen die Option bietet, sich direkt nach dem ersten Studienabschluss weiterzubilden. Im Kontaktstudium erbrachte Leistungen können gegebenenfalls später auf das reguläre Masterstudium angerechnet werden.

Die Durchführung der Masterstudiengänge soll sowohl dezentral an den DHBW Standorten als auch zentral am CAS in Heilbronn stattfinden. Es ist zunächst ein Aufbau von rund 2.500 Masterstudienplätzen vorgesehen.


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