Schwarze Löcher erklärt von Physik-Nobelpreisträger Reinhard Genzel

Im Rahmen der 70. Lindauer Nobelpreistagung nimmt Nobelpreisträger Reinhard Genzel in seinem Online-Vortrag die Zuhörerinnen und Zuhörer mit auf eine Reise durch die Galaxien und Schwarze Löcher. Die Veranstaltung findet am Sonntag, 27. Juni, von 11 bis 12 Uhr via Livestream statt: lindau-nobel.org/galaxien.

Bereits seit mehreren Jahren fördert die Dieter Schwarz Stiftung die Lindau Nobel Laureate Meetings, um die Möglichkeiten des Austausch-Forums zu nutzen und neue wissenschaftliche und wirtschaftliche Konzepte mit qualifizierten Partnern zu initiieren sowie die Vernetzung zur Wissenschafts- und Wirtschaftswelt der Region Heilbronn-Franken zu stärken. Dieses Mal können auch Heilbronner Bürgerinnen und Bürger virtuell an dem Eröffnungsvortrag der Lindauer Nobelpreistragung teilnehmen.

Seit der Entdeckung der Quasare vor etwa 50 Jahren haben sich die Indizien gehäuft, dass in den Zentren von Milchstraßensystemen massive Schwarze Löcher sitzen, die durch Akkretion von Gas und Sternen effizient Gravitationsenergie in Strahlung umwandeln. Durch hochauflösende Messungen im Infrarot- und Radiobereich ist es jetzt im Zentrum der Milchstraße gelungen, einen überzeugenden Beweis für diese Hypothese zu liefern. Gleichzeitig hat die Forschung neue und unerwartete Resultate über den dichten Sternhaufen in der unmittelbaren Umgebung des Schwarzen Lochs erbracht. Hierbei haben neue Entwicklungen in der Infrarotinstrumentierung und der adaptiven Optik und Interferometrie am neuen Großteleskop der ESO eine wichtige Rolle gespielt. Gleichzeitig ist es klar geworden, dass die meisten Galaxien massive Schwarze Löcher beherbergen und dass diese Schwarzen Löcher bereits etwa eine Milliarde Jahre nach dem Urknall entstanden sein müssen.

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