Kooperation der Dieter Schwarz Stiftung Heilbronn mit der Technischen Universität München

Kooperation der Dieter Schwarz Stiftung Heilbronn mit der Technischen Universität München

Die Technische Universität München (TUM) und ihre TUM School of Management wollen auf dem Bildungscampus in Heilbronn eine eigene Lehr- und Forschungseinheit aufbauen. Schwerpunkte sind das Management digitaler Technologien, Entrepreneurship und Familienunternehmen. Über eine enge Verzahnung zwischen dem Campus Heilbronn und den anderen Standorten der TUM bei Forschungsprojekten und Studienprogrammen einerseits sowie zwischen dem Campus Heilbronn und den Hidden Champions der Region Heilbronn-Franken soll ein Signal gesetzt werden, das international sichtbar ist.

Neben einem Doktorandenprogramm und weiterbildenden Master-Studiengängen, insbesondere einem MBA, soll auch ein grundständiger Bachelor- und Masterstudiengang angeboten werden. Die Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern soll mit Hilfe von Technology-Hubs gefördert werden. Dort erfolgt gemeinsame industrielle Forschung und Entwicklung, aber auch Beratung und Training zu technologieorientierten Themen. Mittelständische Weltmarktführer arbeiten künftig in Heilbronn zusammen mit renommierten Technik- und Managementprofessoren der unterschiedlichen Standorte der TUM an innovativen Geschäftsmodellen. Die bereits am Bildungscampus in Heilbronn angesiedelte German Graduate School of Management and Law (GGS) wird langfristig organisatorisch im TUM Campus Heilbronn aufgehen.

Übergeordnetes Ziel für den Bildungscampus Heilbronn, der maßgeblich von der Dieter Schwarz Stiftung getragen wird, ist die dauerhafte Errichtung einer eigenen Lehr- und Forschungseinheit auf international höchstem Niveau am Standort Heilbronn. Insgesamt sollen in diesem Zusammenhang 20 neue Professuren geschaffen werden, 13 davon in Heilbronn. Von der Kooperation sollen vor allem die Unternehmen in einer der stärksten Wirtschaftsregionen Deutschlands profitieren, deren Berufsnachwuchs künftig an einer Topadresse im deutschen Bildungsbetrieb ausgebildet werden kann. In der Region Heilbronn, deren Wirtschaftskraft bis in das bayerische Franken ausstrahlt, sind viele namhafte Firmen und Marktführer in technologieintensiven Branchen angesiedelt.

Forschung, Lehre und Förderung des unternehmerischen Gedankens gehören an der TUM zum unverwechselbaren Selbstbild. Für die Dieter Schwarz Stiftung war es in den vergangenen Monaten in von gegenseitiger Wertschätzung geprägten Verhandlungen mit verschiedenen Universitäten und Hochschulen darum gegangen, das Bildungs- und Studienangebot am Standort Heilbronn bestmöglich abzurunden und die Bildungspyramide im Blick auf den Bereich der Hochschulen vollständig zu schließen. Für die Kooperation mit der TUM sprachen am Ende aus Sicht der Gesellschafter der Stiftung die Alleinstellungsmerkmale der Einrichtung, ihr international exzellentes Renomée in Forschung und Lehre sowie nachgewiesene Erfolge im Hochschul-Management. Weitere Details werden nach dieser Grundsatzentscheidung in den nächsten Wochen zwischen der TUM und der Dieter Schwarz Stiftung ausgehandelt.

Die TUM School of Management
Die TUM School of Management gehört zu den forschungsstärksten Wirtschaftsfakultäten im deutschsprachigen Raum. Im renommierten Handelsblatt-Ranking ist sie die nationale Nummer 1, im CHE-Ranking (Bachelor) erreicht sie fortlaufend Spitzenplatzierungen. Auch im jüngsten weltweiten Business Research Ranking der Korea University ist die TUM School of Management die klare Nummer 1 in Deutschland. Die TUM fördert auf vielfältige Weise gezielt junge Talente, wovon die Wirtschaftsregion zwischen Heilbronn und Stuttgart profitieren soll. Mit dem bundesweit einzigartigen TUM Faculty Tenure Track System hat die TUM einen in Deutschland einmaligen Weg zu Rekrutierung, Entwicklung und Förderung junger Forscher und Hochschullehrer eingeschlagen, das sich am anglo-amerikanischen Modell orientiert. Bis jetzt wurden mehr als 75 „Tenure Track Professuren“ besetzt. Damit konnte der Anteil der weiblichen Nachwuchstalente erheblich erhöht werden, und das durchschnittliche Berufungsalter von über 42 auf 35 Jahre gesenkt werden.

Die TUM verfügt seit jeher über Erfahrung im Management von geographisch verteilt liegenden Standorten. Die Brauerei- und Agrarwissenschaften, die im frühen 20. Jahrhundert an die TUM angeschlossen wurden, liegen im 35 Kilometer entfernten Freising-Weihenstephan. Nach der Erweiterung um weitere Disziplinen zum Wissenschaftszentrum Weihenstephan, das einen der größten wie auch thematisch umfassendsten Life Science-Standorte im Bundesgebiet darstellt, sind heute dort über 85 Professuren und über 4000 Studierende angesiedelt, die eng mit den anderen TUM-Standorten verbunden sind. Als einzige deutsche Universität unterhält die TUM einen vollwertigen Auslandscampus, in dem nach deutschen Curriculum gelehrt und deutsche Universitätsabschlüsse verliehen werden. 2002 hat die TUM das „German Institute for Science and Technology – TUM Asia“ errichtet, in dem heute aktuell über 530 Studenten aus Singapur, aber auch aus Malaysia, Indonesien, China, Indien, Pakistan, Kanada, Australien und anderen Staaten unterrichtet werden.

Die Dieter Schwarz Stiftung
Bildung, Wissenschaft und Innovation sind von entscheidender Bedeutung für die Entwicklung und Zukunftsfähigkeit des Landes. Die Dieter Schwarz Stiftung hat sich deshalb das Ziel gesetzt, auf diese drei Säulen zu bauen und lebenslanges Lernen zu fördern. Zu den aktuellen Schwerpunkten gehört der Bildungscampus in Heilbronn sowie das nahegelegene Science Center experimenta, in der Besucher für Wissenschaft und Technik begeistert werden. Folgender Leitgedanke des Stifters prägt die Arbeit der Stiftung seit ihrer Gründung 1999:

„Bildung ist unser wichtigster Rohstoff.“
Dieter Schwarz


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