Sechzehn Jugendliche aus Baden-Württemberg beginnen das dreijährige START-Stipendium mit einem Kennenlernwochenende, 32 weitere nehmen an den einjährigen Programmen START Coding und START Career teil.
START eröffnet Jugendlichen neue Wege
Die START-Stiftung, eine Tochter der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, unterstützt auch im neuen Schuljahr bundesweit 478 Schülerinnen und Schüler mit Migrationsbezug – und geht damit 2027 in ihr 25-jähriges Jubiläum. Seit 2002 legt sie ihren Fokus auf Empowerment und Chancengerechtigkeit: bei START entwickeln sich Jugendliche mit Migrationsbezug in ihrer Persönlichkeit fort und engagieren sich für unsere Gesellschaft, um sie mit einem wert- und sinnstiftenden Beitrag positiv mitzugestalten.
In Baden-Württemberg starten acht Mädchen und acht Jungen dieses Wochenende mit einem Kennenlernwochenende in das START-Stipendium. 32 weitere Schülerinnen und Schüler beginnen mit START Coding oder START Career.
Das START Programm wird in Badem-Württemberg durch die Förderung der Dieter Schwarz Stiftung und der Dietmar Hopp Stiftung ermöglicht.
Prof. Dr. Bärbel Renner, Geschäftsführerin Dieter Schwarz Stiftung: „Wir unterstützen das START Stipendium sehr gerne, da wir überzeugt sind, damit Chancengerechtigkeit zu fördern und junge Menschen auf entscheidende Weise in der Gestaltung ihrer Bildungsbiografie unterstützen zu können. Wir möchten sie mit diesem Programm ermutigen, ihr Potenzial zu entdecken und die Zukunft des Landes aktiv mitzugestalten - damit das Wohin zählt, nicht das Woher.“
Uta Mielisch, Referentin bei der Dietmar Hopp Stiftung: „Jede einzelne Stipendiatin, jeder einzelne Stipendiat entwickelt sich im Rahmen des START-Programms weiter und lernt, sich verantwortungsbewusst mit gesellschaftlichen Themen auseinanderzusetzen und sich für ein gemeinschaftliches Miteinander einzusetzen. Genau diese Einstellung brauchen wir für eine friedliche Zukunft.“
Eine neue Stipendiatin aus Sindelfingen
Dilbar Jumayeva ist eine der Jugendlichen, die begeistert in die Förderung starten. Die 15-Jährige aus Sindelfingen blickt zuversichtlich nach vorn: „In den kommenden drei Jahren freue ich mich vor allem darauf, viele neue Menschen kennenzulernen und Freundschaften zu schließen. Ich bin davon überzeugt, dass ich durch den Austausch mit den anderen START-Stipendiatinnen und -Stipendiaten meine Kommunikationsfähigkeiten verbessern und offener werden kann. Da ich mir sicher bin, dass START eine großartige Community ist, in der jeder willkommen ist und respektiert wird, blicke ich ganz ohne Sorgen auf die kommende Zeit. Ich glaube auch daran, dass ich bei START meinen Ideen und Zielen einen großen Schritt näherkommen kann.“
Jugendliche lernen, übernehmen Verantwortung und gestalten Gesellschaft mit
START unterstützt Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken, Verantwortung zu übernehmen und ihre Zukunft aktiv zu gestalten.
- START Stipendium: Drei Jahre lang nehmen die Geförderten an Kursen und Workshops zu Persönlichkeitsentwicklung, gesellschaftlichem Engagement und Berufsorientierung teil. Im jeweiligen Bundesland begleiten sie erfahrene Pädagoginnen und Pädagogen auf ihrem Weg. Sie erhalten zudem insgesamt 3.500 Euro Bildungsgeld.
- START Coding: Wie gehen wir zukünftig mit KI um? Welche Entwicklungen nimmt die Digitalisierung? Im Verlauf des Schuljahres finden die Teilnehmenden, begleitet von Tutorinnen und Tutoren, darauf Antworten, lernen die IT-Branche kennen und eröffnen sich ihren Weg in die Zukunft.
- START Career: Was kommt nach der Schule? Diese Frage stellen sich alle Jugendlichen und bei START Career erhalten sie im Laufe des Schuljahres Antworten. Sie finden praxisnah Orientierung zu Berufsbildern, Ausbildungs- und Studienwegen. Sie lernen Unternehmen kennen, dabei begleiten sie Mentorinnen und Mentoren durch das Programm.
Für die Aufnahme in eines dieser Programme ist nicht die Schulform entscheidend und auch Noten spielen keine Rolle. START legt allein Wert auf Persönlichkeit, Motivation und Engagement der Jugendlichen. In diesem Jahr haben sich bundesweit 1.475 Schülerinnen und Schüler dafür beworben.
Zudem werden alle interessierten Schülerinnen und Schüler mit Migrationsbezug Teil der START Community aus mittlerweile über 3.000 Jugendlichen. Auf der Online-Bildungsplattform START Campus haben die registrierten Jugendlichen Zugang zu vielfältigen und kostenfreien Bildungsangeboten und vernetzen sich. Seit neuestem erhalten sie auch Leistungsnachweise in Form von europaweit anerkannten standardisierten digitalen Zertifikaten.
START will Chancengerechtigkeit erhöhen
Dass noch viel mehr Schülerinnen und Schüler von dem Angebot der Stiftung profitieren, daran arbeitet auch Farid Bidardel. Der Geschäftsführer der START-Stiftung erklärt: „Das Stipendium, mit dem wir vor 25 Jahren unsere Arbeit begonnen haben, ist heute ein Baustein von vielen, um Jugendlichen mit Migrationsbezug Chancen zu ermöglichen. Und unsere Arbeit zeigt Wirkung: Die Geförderten erhalten durch uns Zugang zu wichtigen Bildungsressourcen, sind engagierter als zuvor und haben ein stärkeres Selbstbewusstsein. Das bestätigt nicht nur unsere professionelle Wirkungsmessung, das sehen wir auch an den fast 4.000 ehemaligen Geförderten.“
Über START
Die START-Stiftung fördert deutschlandweit Jugendliche mit Migrationsbezug. Seit 25 Jahren leistet START damit einen Beitrag für mehr Chancengerechtigkeit, gesellschaftlichen Zusammenhalt und unsere Demokratie. START steht allen Jugendlichen offen, die in Deutschland eine weiter- oder berufsbildende Schule besuchen, bei Aufnahme der Förderung mind. 14 Jahre alt sind und die selbst zugewandert sind oder bei denen dies mindestens für ein Elternteil zutrifft. Die Förderung von START besteht aus vielfältigen Angeboten, um zukunftsrelevante Kompetenzen zu erwerben, einer starken Community und dem Raum, eigene Ideen Realität werden zu lassen. Die START-Stiftung ist eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und wird in Baden-Württemberg sowie bundesweit gefördert von: Beisheim Stiftung, BWK GmbH Unternehmensbeteiligungsgesellschaft, CodeDoor, Deutsche Bank Stiftung, Dieter Schwarz Stiftung, Dietmar Hopp Stiftung, Eleven – Verein für Kinder- und Jugendförderung e.V., JPMorgan Chase Foundation, KKR, Kölner Gymnasial- und Stiftungsfonds, Salesforce, Unternehmerstiftung für Chancengerechtigkeit