Sprache ist eine zentrale Voraussetzung für Bildungserfolg, gesellschaftliche Teilhabe und gelingende Bildungsbiografien. Deshalb unterstützt die aim Heilbronn Kinder mit sprachlichem Förderbedarf seit 20 Jahren. Rund 240 Förder-Lehrkräfte sind im aktuellen Schuljahr 2025/26 unter anderem im Förderprogramm „Sprache fürs Leben“ tätig. Sie sind an 157 Schulen in der Stadt Heilbronn und sieben umliegenden Landkreisen im Einsatz. Dort fördern sie Kinder individuell in kleinen Gruppen und begleiten ganze Klassen im Unterricht. Die wissenschaftliche Evaluation der Programme zeigt: Frühe, kontinuierliche und alltagsnahe Sprachförderung wirkt.
Diesen Erfolg für bessere Bildungschancen feierte die aim gestern Abend auf dem Heilbronner Bildungscampus mit rund 270 Gästen, darunter Förder-Lehrkräfte und Wegbegleiter aus Bildungspraxis, Wissenschaft, Politik und Verwaltung.
Beginn im Jahr 2006 mit drei Heilbronner Grundschulen
Begonnen hat die Sprachförderung im Jahr 2006 als Kooperationsprojekt mit der Heilbronner Bürgerstiftung an drei Heilbronner Grundschulen: der Dammgrundschule, der Rosenauschule und der Silcherschule. Was mit 16 Sprachförderkräften startete, entwickelte sich durch die Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung zu einem systematischen Programm, das sich an den Bedürfnissen der Kinder orientiert.
Prof. Dr. Bärbel G. Renner, Geschäftsführerin der Dieter Schwarz Stiftung, sagt: „Die Grenzen unserer Sprache sind die Grenzen unserer Welt. Indem wir durch die Sprachförderung der aim neue Horizonte öffnen, schaffen wir das Fundament für gelingende Bildungsbiografien und gelebte Chancengerechtigkeit.“
Wissenschaftliche Erkenntnisse dienen der Weiterentwicklung
Zentraler Baustein dieser Erfolgsgeschichte ist die wissenschaftliche Begleitung durch das Mannheimer Zentrum für Empirische Mehrsprachigkeitsforschung (Mazem). Die Forschungsergebnisse zeigen: Die aim-Programme „Sprache fürs Leben“ und „Kinder sprachlich begleiten“ verbessern Wortschatz, Grammatik und Ausdruckssicherheit deutlich. Besonders wirksam sind der Beginn im letzten Kita-Jahr, eine kontinuierliche Förderung und alltagsintegrierte Ansätze mit stabilen Bezugspersonen. Kitas und Schulen sind damit zentrale Hebel für wirksame Sprachförderung.
aim-Geschäftsführer Marco Haaf sagt: „Wir bringen die Sprachförderung im Sinne der Kinder voran, indem wir Sprache am Übergang weiter stärken: von der Kita in die Grundschule und in die weiterführende Schule. In diesen sensiblen Entwicklungsphasen profitieren Kinder besonders von unseren Förder-Lehrkräften.“
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