Ferdinand-Steinbeis-Institut siedelt sich auf dem Bildungscampus in Heilbronn an

Mit Unterstützung der Dieter Schwarz Stiftung wird die Ferdinand-Steinbeis-Gesellschaft (FSG) der Steinbeis-Stiftung das Ferdinand-Steinbeis-Institut Heilbronn (FSTI HN) auf dem Bildungscampus aufbauen. Die Vertragsunterzeichnung beider Partner zur Gründung der Forschungseinrichtung wurde am Montag besiegelt.

Das Ferdinand-Steinbeis-Institut (FSTI) erforscht wirtschaftliche und gesellschaftliche Veränderungen, die sich aus der zunehmenden Digitalisierung und Vernetzung ergeben. Ziel der Forschungsaktivitäten ist, sowohl einen konkreten Nutzen für alle Beteiligten als auch für Wirtschaft und Gesellschaft zu schaffen.

Der neu gegründete Ableger des FSTI auf dem Heilbronner Bildungscampus will insbesondere die Chancen der Digitalisierung nutzen und als transferorientiertes Forschungsinstitut das Lernspektrum des Bildungscampus Heilbronn erweitern sowie Anknüpfungspunkte für innovative Kooperationen in Forschung und Lehre bieten. Hierzu ist auch eine enge Zusammenarbeit mit den auf dem Bildungscampus ansässigen Hochschulen und Einrichtungen geplant. Die transferorientierte Ausrichtung des Forschungsinstituts wird dabei ganz im Sinne von Steinbeis mittels der „dualen“ wissenschaftlichen Forschung umgesetzt.

„Die Möglichkeit mit unserer Erfahrung und unserer Expertise zusammen mit den anderen Partnern auf dem Bildungscampus ein Digital Transformation Hub aufzubauen, in dem nicht nur die Forschung, sondern immer auch der konkrete Nutzen für Unternehmen und die Bevölkerung in der Region Heilbronn im Vordergrund steht, ist einmalig“, bekräftigt Prof. Heiner Lasi, Leiter des Ferdinand-Steinbeis-Instituts, nach der Vertragsunterzeichnung.

Startphase des FSTI HN

Das etwa 30-köpfige Team, bestehend aus NachwuchswissenschaftlerInnen und etablierten ForscherInnen aus verschiedenen Fachbereichen, nahm sogleich seine Arbeit auf. Am Bildungscampus wird zunächst ein kleines Team an MitarbeiterInnen starten, die eng mit dem Hauptstandort Stuttgart zusammenarbeiten. Mit Schwerpunkten auf Digitalisierung und Autonomisierung wird das interdisziplinär aufgestellte Team des FSTI die branchenübergreifende Umsetzung der digitalen Transformation in Unternehmen auf Basis der bewährten Micro Testbed Methodik vorantreiben.

Die daraus neu entstehenden Kooperationsmöglichkeiten zwischen Wissenschaft und Industrie werden wissenschaftlich begleitet, um Methoden, Konzepte und Handlungsempfehlungen für die Akteure in der Region zu entwickeln.

Als Träger des Deutschen Regionalteams des Industrial Internet Consortiums (IIC) wird das FSTI auf dem Bildungscampus die erste IIC Akademie im deutschsprachigen Raum aufbauen. International bewährte und in realen Unternehmen erprobte Digitalisierungskonzepte dienen darin als Grundlage für Lehr- und Fortbildungsveranstaltungen für Studierende und Unternehmer in der Region. Auch der Bildungscampus soll von der globalen Reichweite des IIC profitieren, in dem vor Ort Veranstaltungen mit internationaler Sichtbarkeit und unter der Beteiligung weltweit führender Unternehmenspartner organisiert werden.

Förderung durch Dieter Schwarz Stiftung

Die Dieter Schwarz Stiftung unterstützt den Aufbau der neuen Forschungseinrichtung mit einer finanziellen Förderung und der langfristigen Sicherstellung von Büroflächen auf dem Bildungscampus. Das FSTI HN wird neben der TU München, der Hochschule Heilbronn und des Fraunhofer Instituts Räumlichkeiten im Hochhaus zur Verfügung gestellt bekommen.

Prof. Reinhold R. Geilsdörfer, Geschäftsführer der Dieter Schwarz Stiftung, ist überzeugt: „Die Ansiedlung des Ferdinand-Steinbeis-Instituts ist eine ideale Abrundung der Aktivitäten auf dem Bildungscampus, die neue Impulse stiften wird. Die Ergänzung eines weiteren Forschungsinstituts wird die Zusammenarbeit der Einrichtungen anregen und den Wissens- und Forschungsstandort Heilbronn voranbringen.“

Ausrichtung des FSTI HN

Allen FSTI Aktivitäten liegt das Prinzip der „dualen Forschung“ zugrunde, nach dem wissenschaftlicher Anspruch Hand in Hand mit gesellschaftlicher Wirksamkeit einhergeht. Dabei arbeitet das FSTI gemeinsam mit den vielfältigen Partnern vor Ort an disziplinübergreifenden kooperativen Forschungsvorhaben. Vor diesem Hintergrund hat das FSTI HN in den kommenden fünf Jahren das Ziel, über einschlägige Forschungsergebnisse nicht nur die Wissenschaftsszene weiterzuentwickeln, sondern auch einen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Mehrwert für die Region Heilbronn zu stiften.

 

Bildunterschrift (v. l.): Prof. Dr. Michael Auer (Vorstand Steinbeis-Stiftung), Prof. Dr. Heiner Lasi (Leitung Ferdinand-Steinbeis-Institut), Manfred Weigler (Projektleiter Dieter Schwarz Stiftung), Michael Köhnlein (Projektleiter Ferdinand-Steinbeis-Institut), Peter Wittmann (Projektleitung Ferdinand-Steinbeis-Institut)

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